April 2016 - Teil 1
(Mittwoch, 20.04.2016)

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Die Idee für diesen Extra-Urlaub wurde bereits Ende letzten Jahres geboren. Da unsere Liebe zur Insel allen in unserem Freundes- und Bekanntenkreis vertraut ist, wurden wir von einem bescheidenen und weisen 89 Jahre alten Herrn aus unserer Kirchengemeinde, den wir sehr schätzen, angesprochen.

Er wollte wegen seiner Parkinson Erkrankung für drei Wochen in die Paracelsus Klinik, die Abteilung für neurologischen Bewegungsstörungen bei Parkinsonerkrankungen genießt deutschlandweit einen hervorragenden Ruf. Er bat uns darum, ihn auf die Insel zu bringen und auch wieder abzuholen. Da Dagmar und ich noch Resturlaub hatten, beschlossen wir, zusätzlich zu dieser uneigennützigen Tat, gleich auch noch ein paar Tage auf dem Felsen zu verbringen.

Die Nähe zu Hamburg und sein fortgeschrittenes Alter brachten natürlich sofort den Katamaran ins Spiel. So betraten wir am 20.4. um 08:30 Uhr den "Halunder Jet" an der Landungsbrücke 3/4 an den St. Pauli-Landungsbrücken.

Ein Teil der gut restaurierten und unter Denkmalschutz stehenden Landungsbrücken von der Wasserseite.



Im Hintergrund die teure Elbphilharmonie und davor das 1961 erbaute Stückgutschiff "Cap Sandiego".



Da unsere Tochter wegen ihres Studiums im letzten September nicht mitkommen konnte, haben wir spontan unsere Einladung wiederholt und sie sagte diesmal zu.



In Höhe Schulau verließen wir den löchrigen grauen Wolkendeckel über dem Großraum Hamburg, dort hatte es mittlerweile angefangen zu regnen.



Nur eine Spiegelung mit mir und meiner Tochter in der Säule hinten auf dem Oberdeck.



Da sind sie, meine drei Reisebegleiter


Ich durfte auch mal mit auf ein Foto



Gespräch zwischen zwei Landratten und einem Seebären.



Während des kurzen Zwischenstopps in Cuxhaven gab es noch einmal einen Blick auf die gute alte Atlantis und das Museums- und ehemalige Feuerschiff "Bürgermeister O’Swald II".



Um 11:45 Uhr erreichten wir zusammen mit 604 weiteren Reisenden der "Funny Girl", "Lady von Büsum", "Helgoland" und des "Halunder Jets" Helgoland.
Wie ich feststellen konnte, kann man auch vom Westdamm zwischen Süd- und Vorhafen durch den Tunnel der Frachtstraße zum Oberland schauen (vgl. hier: 18tes - 22tes Bild auf der Seite vom Juni 2015).





Wenn man kurzfristig bucht, geht die Wahrscheinlichkeit gegen 100 Prozent, dass das gewünschte Apartment für den Zeitraum bereits anderweitig vermietet ist.
Auf Empfehlung von Elke M. versuchten wir es also beim Restaurant "Hanse Kogge". Familie Schürmann vermietet Apartments im Restaurant und in direkter Nachbarschaft. Wir reservierten uns im Haus Hörnum das Zwei-Personen-Apartment "Amrum".
Als feststand, dass unsere Tochter uns begleitet, wollte ich auf eine größere Ferienwohnung umbuchen, aber das war gar nicht notwendig. Freundlicher Weise durften wir die FeWo zu dritt bewohnen.



Die Wohnung hatte ein Schlaf- und ein Wohnzimmer, eine kleine Küche und ein geräumiges Duschbad sowie einen kleinen Balkon Richtung Westen.





Die Couch im Wohnzimmer war eine Schlafcouch und sollte für die nächsten sechs Nächte unserer Tochter als Schlafstatt dienen.

Erstaunt war ich, als ich erfuhr, dass zwei Freunde von uns, Ralf und Birgit P., die Ferienwohnung anhand dieses Fotos sofort erkannten und uns mitteilten, dass sie eine Woche später dort wohnen würden...



Nach dem Auspacken ging es natürlich erst einmal über die Insel zum Schauen und Einkaufen. Hier einer der zwei beidseitig besitzbaren wellenförmigen roten Sitzbänke auf dem Nordseeplatz.



"Quatschmachen" kam auch nicht zu kurz. Kim konnte es nicht lassen und kletterte auf dem neuen futuristischen Spielplatz auf der Kurpromenade kurzerhand in einen der aufgehängten "Hummerkörbe". Sie vergab für diesen Spielplatz zehn von zehn Punkten.



Dieses Seitenportait (Kopfprofil) zeigt die tagträumende Seite von mir. So eine Aufnahme nennt man auch "verlorenes Profil" (profil perdu) oder "Dreiviertelansicht von hinten".
Ich wusste gar nicht, dass ich so gut aussehen kann



Was fotografiert meine Tochter?



Den Horizot und das Unterfeuer.

Sie hat für die Aufnahme die untere Seite vom Dreieck des Leuchtfeuers mit der Horizontlinie in Deckung gebracht. Oben die Doppelscheinwerfer befinden sich in acht Metern Höhe und sind sechs Seemeilen (also mehr als 11 Kilometer) weit zu sehen. Dieses Richt- und Molenfeuer ist seit 1969 in Betrieb.



Das schöne sonnige Wetter konnte nicht über die niedrigen Temperaturen hinwegtäuschen. Abends waren besonders die Frauen durchgefroren und benötigten kuschelige Wärme.



Zusätzlich zu den wärmenden Decken gab es für meine Tochter und mich - auf Empfehlung von Sascha, Heiner's rechter Hand - diesen rauchigen Whisky in Fassstärke. Kim hat - was den Whisky angeht - den gleichen Geschmack wie ich.



Vom Aroma her hat dieser Single Malt von deutschen Importeur Whiskymax ein kräftiger Torfrauch und - wie passend für Helgoland - eine feine maritime Salznote, im Geschmack ist er auf der Zunge mächtig-kraftvoll und nach dem Rauch kommt eine süßliche Torfnote. Im Abgang ist er langanhaltend und wärmend und zeigt viel Rauch.
Die Brennerei dieser Hausmarke ist nicht bekannt, aber Geschmack und Preis stimmen...




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