September 2014 - Teil 1

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Sind tatsächlich 13 Monate vergangen, seit dem wir das letzte Mal auf Helgoland gewesen sind? Viel ist in dieser Zeit privat, familiär und auch gesundheitlich passiert und es war mehr als notwendig, unsere Akkus wieder auf Deät Lun in der Deutschen Bucht aufzuladen.

Los ging es am 13.09. pünktlich um sieben Uhr in Richtung Cuxhaven. Um 07:43 Uhr erreichten wir die Fähre in Glückstadt und hatten das Glück, dass der Fährmann das gerade begonnene Ablegemanöver unterbrach, damit wir noch mit an Bord konnten.





Seit 1919 verkehrt die Elbfähre von Glückstadt nach Wischhafen in Niedersachsen. Es ist die einzige Elbquerung nördlich von Hamburg mit Großfähren für Personenverkehr und Kraftfahrzeuge. Eine Überfahrt dauert etwa 25 Minuten.



Pünktlich um neun Uhr erreichten wir Cuxhaven. Wir parkten für 5 Euro/Tag direkt am Fährhafen.



Es ist schon ein stolzes altes Schiff, die 1973 gebaute MS "Atlantis". Sie ist 76,03 Meter lang und 12,06 Meter breit und damit das größte Seebäderschiff in der Deutschen Bucht. Mit 18,5 Knoten (ca. 35 km/h) wird sie uns auf die Hochseeinsel Helgoland bringen...



Ab 09:30 Uhr durften wir das Schiff betreten. Wie man unschwer sehen kann, sichert ein frühes Kommen die besten Plätze :-)





Das sind die aktuellen Preise an Bord der MS "Atlantis". Wir empfehlen Euch vor der Überfahrt etwas beim Imbis am Anleger in Cuxhaven zu essen. Deutlich deutlich günstiger, sehr lecker und der Kaffee schmeckt auch.



Um 13:13 Uhr standen wir dann mit unserem Gepäck auf der Landungsbrücke und Helgoland empfing uns mit Kaiserwetter bei 19 Grad.





Von links nach rechts: Lady von Büsum, Funny Girl, Atlantis und Fair Lady.



Wir gönnten uns und unserem Gepäck den Luxus für 10 Euro mit dem Taxi zu unserem Apartment zu fahren. Das Haus Meddelweeter liegt auf dem Oberland, in der Nähe und in Sichtweite des Leutturms. Wir haben es auf Empfehlung eines Arbeitskollegen gebucht, der für sich das Apartment schon seit über 10 Jahren bucht und wir wurden nicht enttäuscht. Die Wohnung hat übrigens WLan und Telefon... :-)




Das Wohnzimmer, in der Schrankwand gibt es noch zwei Klappbetten, so dass das Appartment mit maximal vier Personen gebucht werden kann.




Die Küche mit Zugang auf den Balkon. Für zwei bis drei Personen ausreichend, bei vier Personen wird es etwas eng.




Wie ihr unschwer erkennen könnt, ist das das Schlafzimmer.




Wenn schon Bilder, dann darf auch ein Foto vom Flur nicht fehlen.




Das Badezimmer ist klein, aber modern.




Den Balkon hat Dagmar als Raucherloge genutzt. Natürlich haben wir dort auch gefrühstückt und Kaffee getrunken.



Nach dem Auspacken und Einrichten ging es erst einmal zur Feuerwehr auf dem Oberland. Hier gab es nämlich ein Fest der Jugendfeuerwehr und eine sehr leckere Erbsensuppe mit Wiener.







Ein Haussperling - oder auch Spatz genannt - auf der Friedhofsmauer.



Der bekannte Kirchturm der St.-Nicolai-Kirche mit dem reparierten "Wetterhahn" (Wetterschiff). Über 1000 Tage ist es her, dass das Orkantief Yoda (26.11. - 28.11.2011) die Wetterfahne (Windfahne oder auch Anemoskop genannt) umgeknickt und beschädigt hat.



Im Juli 2014 ist der bekannte Windrichtungsgeber in Form eines Segelschiff endlich wieder zurück an seinen Platz gekehrt.



Hier, am Ende der Treppenanlage vom Unterland zum Oberland (und umgekehrt :-) ) mit ihren 184 Stufen, bietet der seit 1981 auf Helgoland lebene Naturfotograf, Autor und Verleger Wilfried Schmidt seine bekannten Bildbände an. Außerdem gibt er unermüdlich Auskünfte an die Touristen.



Ein Blick vom Falm hinüber zur Düne. Etwa 1050 Meter Luftlinie sind es bis zum Dünendamm West in der Mitte des Bildes, Etwa 2300 Meter bis zum hinteren Dünendamm Ost.



Eine nette Weitwinkelaufnahme vom Falm aus.



Das Einbooten ist im vollen Gange.



Wir beschließen, über die Süd-Treppe hinunter ins Unterland zu gehen. Die Helgoländer bezeichnen diese Stufen auch als "Hein-Meck-Treppe" - warum, habe ich noch nicht herausgefunden...



Wenn man nicht an der Paracelsus Klinik und an den Hummerbuden vorbei gehen möchte, muss man in etwa halber Höhe auf der Süd-Treppe die "Wobau-Treppe" nach links nehmen.



Ich vermute mal, dass nur die wenigsten Touristen diese Treppe bewußt wahrnehmen...



In der Siemensterrasse entdeckten wir diese sich ausgiebig putzende Katze. Katzen haben auf ihrer Zunge kleine Häckchen, mit denen sie Kletten, Ungeziefer und lose Haare aus ihrem Fell entfernen. Das ständige Lecken regt weiterhin die Talgdrüsen an, Fett abzusondern. Es macht das Fell geschmeidig und wasserdicht. Außerdem gibt sie ihrem Körper dadurch auch den Eigengeruch, an dem sie von anderen erkannt wird.



Zum späten Nachmittag hin gab es dann bei Gudrun im Bürger-Stübchen die bretonische Form des Eierkuchens (aka Crepe) mit Coffe Cup. Das ist ein Spezial-Kaffee (Eierlikör, heiße Milch, Espresso und Milchschaum übereinander gelegt). Man trinkt ihn entweder gut verrührt, oder versucht die einzelnen Schichten separat durch einen Strohhalm zu genießen.



Um 18 Uhr war ich dann bei Thomas Wüppermann in der Schokoladenmanufaktur eingeladen.



Hier gab es ein Whisky-Tasting der besonderen Art. Zu den sechs von Heiner Stepper (Helgoheiner, Heinerīs Duty-Free-Shop) ausgewählten Whiskys hat Thomas korrespondierende / harmonierende Schokoladen und Trüffel ausgesucht und zum Teil extra für dieses Tasting kreiert.



Dieses außergewöhnliche Tasting endete erst um 21 Uhr und ich hatte tatsächlich leichte Schwierigkeiten, das neue Apartment zu finden. Zum Glück half mir aber der Leuchtturm :-)